Brustaufbau

 

Der Verlust der eigenen Brust ist für jede Frau eine einschneidende psychische Belastung. Manche Patientin bevorzugt nach den prägenden Erfahrungen der Brustkrebserkrankung ein Leben mit einer künstliche Epithese, die als Ersatzbrust in einem speziellen Büstenhalter getragen wird.
Für die meisten Frauen ist jedoch eine neue Brust ein wichtiges Ziel nach der Tumorentfernung.

Über Jahre hat die Ästhetisch-Plastische Chirurgie neue Methoden des Brustwiederaufbaus (Brustrekonstruktion) entwickelt vom Implantateinsatz bis hin zur Transplantation von eigenem Gewebe,


INFOBOX

Operationszeit:je nach Verfahren zwischen ca. 2 und 6 Stunden


Narkose:in der Regel Vollnarkose


Aufenthaltsdauer:Stationär 1-5 Nächte


Gesellschaftsfähigkeit:nach ca. 3-7 Tagen


Arbeitsfähigkeit:

je nach Beruf ca. 3 Tage bis zu 3 Wochen

 das an anderen Körperstellen entnommen wird. Für die Brustrekonstruktion gibt es keine Altersbegrenzung, die Entscheidung sollte jedoch erst nach einer umfassenden und kompetenten Beratung souverän getroffen werden.
Für die meisten Patientinnen ist die Wiederherstellung der Brust mit einem enormen Gewinn an Lebensqualität und Selbstbewusstsein verbunden.
Ziel der Rekonstruktion ist eine natürlich erscheinende Brust, jedoch kann die ursprüngliche Gefühlsempfindung der Brust nicht erreicht werden. Weiterhin verbleiben in der Regel Narben im Bereich der rekonstruierten Brust sowohl aufgrund der erfolgten Voroperationen (z. B. Mastektomie) oder infolge der Rekonstruktion. Häufig ist zur Herstellung der Symmetrie eine Anpassung der gesunden Brust (z. B. durch Straffung oder Verkleinerung) notwendig.

 

Implantat

Die Implantatrekonstruktion ist ein Verfahren mit geringem operativem Aufwand. Speziell geformte Silikonimplantate werden dabei entweder vor oder unter die Muskulatur eingesetzt, um eine möglichst natürliche Brustform zu erzielen.
Falls während der Entfernung des Tumors die ursprüngliche Brusthaut nicht erhalten werden konnte, muss zur Wiederherstellung der Kontur zunächst die vorhandene Haut gedehnt werden. Dazu wird ein Expander (Gewebedehner) unter die Haut gesetzt, der im Verlauf von mehreren Wochen über ein Ventil mit Flüssigkeit gefüllt wird.

 

Eigengewebe

Prinzipiell wird bei der Eigengewebsrekonstruktion Gewebe aus einer Körperregion entnommen und in die Brustregion transplantiert.
Je nachdem, ob sich die Entnahmestelle am Rücken, Bauch oder Gesäß befindet, werden Haut und Fettgewebe mit oder ohne Muskulatur transferiert. Die Rekonstruktion mit Eigengewebe führt zu einer guten Brustform, einem natürlichen Organgefühl und ist auch bei größerem Brustumfang möglich.
Die Brust fühlt sich körperwarm an und reagiert natürlich auf Veränderungen des Körpergewichts. Die Hautqualität der rekonstruierten Brust ist abhängig von Farbe und Oberfläche der Haut aus der Spenderregion. Die Eigengewebsrekonstruktion ist sehr nachhaltig und hält nach erfolgreicher Operation ein Leben lang.
Der Eingriff dauert im Schnitt zwischen vier und sechs Stunden. Unmittelbar nach der Operation besteht die Gefahr von Durchblutungsstörungen der Lappenplastik, etwa durch ein Blutgerinnsel im Bereich der zarten, unter dem Mikroskop genähten Blutgefäße. Daher sind häufige Durchblutungskontrollen und die Bereitschaft zur sofortigen Nachoperation unverzichtbar. Trotz aller Sorgfalt kann ein kompletter oder teilweiser Verlust der Lappenplastik nicht in jedem Fall verhindert werden.

 

Eigenfett

Durch Einspritzen von Fettgewebe wird dabei das Brustvolumen vergrößert.
Nur wenn die ursprüngliche Brusthaut in ausreichender Menge vorhanden ist, kann die Methode erfolgreich sein. Nach brusterhaltender Therapie, bei der nur ein Teil der Brust entfernt wird, kann im Rahmen der Eigenfetttherapie die Narbe korrigiert und das Volumen durch körpereigenes Fettgewebe ausgeglichen werden. Das Fettgewebe wird durch Absaugung an geeigneten Körperpartien gewonnen. Nach dem Einspritzen baut der Körper einen Teil des Fettgewebes wieder ab, so dass der Eingriff gegebenenfalls wiederholt werden muss.

Quelle: Texte zum Teil von der Homepage der DGPRÄC übernommen

 

INFOBOX

Operationszeit:je nach Verfahren zwischen ca. 2 und 6 Stunden


Narkose:in der Regel Vollnarkose


Aufenthaltsdauer:Stationär 1-5 Nächte


Gesellschaftsfähigkeit:nach ca. 3-7 Tagen


Arbeitsfähigkeit:

je nach Beruf ca. 3 Tage bis zu 3 Wochen